Frl. Menke
Frl. Menke
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Album Cover -
Album Cover Rückseite -
Kleines Studio Maschen -
Single: Hohe Berge -
Single: Traumboy -
Kleines Studio Maschen -
Single: Tretboot in Seenoot -
Cover-Entwurf von Wolfgang Joop -
Maxi Single HOHE BERGE -
Autogrammkarte entworfen von W. Joop -
CD front Seite - Hohe Berge
Das erste Frl. Menke Album von 1982 mit den Hit Singles „Hohe Berge", „Traumboy" und später „Tretboot in Seenot".
...also es war 1981, da arbeitete ich an einem neuen Album mit Larry and the Movers für LINE Records. Jetzt in neuer Besetzung mit Ian Cussick und Peter Franken im kleinen Studio Maschen.
Der Vater von Franziska Menke, der erfolgreiche Musiker und Produzent (Truckstop), war ja der Inhaber der sehr bekannten Studios und gab mir das Studio gegen die Einnahmen aus den Verlagsrechten an den produzierten Titeln, das war sehr fair und großzügig.
Das große Studio war eigentlich durchgehend ausgebucht mit Schlagergrößen wie Roger Whittaker, Mary Roos, Ricky Shayne oder
Vicky Leandros…
Also hatten wir vor allen Dingen die Nachtschichten im kleinen Studio, was ich sowieso viel lieber mochte.
Es war dort recht familiär, man konnte sich Kaffee kochen und die Maschinen und das Mischpult selbst bedienen, wenn man wusste wie’s geht!
Franziskas Eltern wohnten im selben Haus. Beide kamen ab und zu mal runter, um zu hören, was wir so treiben. Und auch Franzi, die nun schon eine Weile beobachtet hatte, was ich da so mache, wusste, dass ich von der Band Duesenberg kam, mit Joachim Witt zusammenarbeitete und auch schon ein paar Erfahrungungen als Produzent gesammelt hatte, schaute mal vorbei.
Irgendwann besuchte sie mich und sagte recht zurückhaltend, sie hätte ein paar Songs geschrieben und ob ich die mal hören wollte…
Klar wollte ich.
Es waren wohl drei oder vier Songs, darunter einer, der hieß "oho, hohe Berge"…
Wir trafen uns sehr bald und machten ein paar ganz minimalistische Demos, die sehr gut in die beginnende NDW Zeit passten. Wir verstanden uns super. Sie war eine ganz großartige Sängerin, spielte recht unkonventionell Klavier und konnte gut komponieren.
Ich brachte meine Fricke Rhythmus Box, meinen Burns Bass und die bontempi Orgel mit und spielte ein paar Gitarren.
Ich ermutigte sie, das ePiano selbst zu spielen, das machte ihren Auftritt sehr authentisch.
Ich brachte noch einen Gutowski/Witt Song mit (der später „Fürstenhochzeit im Exil" hieß). Und wir fanden noch ein paar andere Titel.
Ihre Eltern waren einigermaßen ratlos bis skeptisch, als sie unsere Werke hörten…
Sie hatten sich wohl eher so schöne, ausschweifende Schlagermelodien vorgestellt, daraus wurde irgendwie nichts…
Zu den ersten vier Titeln gabs noch ein paar Schlagzeug Overdubs und dann stellten wir das Paket im großen Studio Maschen fertig.
Wann immer ich an Songs tagsüber gearbeitet hatte, zog ich abends eine Cassette ab, zum Hören wie weit wir sind. Ich beschriftete die immer mit „FRL.MENKE", somit war auch der Künstlername geboren!
Umgehend wurde der A&R Chef der Polydor, Klaus Ebert, eingeladen, sich unsere Sachen anzuhören.
Und wenn ich es richtig erinnere, war er spontan begeistert und gab Franziska direkt einen Vertrag für ein ganzes Album.
Zu meiner Überraschung suchte sich die Polydor den Song „Hohe Berge" als erste Single aus. Den hatten Franzi und ich mittlerweile recht originell betextet.
Ich war inzwischen mit Joachim Witt auf Deutschland Tour und bekam auf halber Strecke von einem Freund, der als A&R bei Warner arbeitete, ein Fax ins Hotel…„Hohe Berge" ist auf Platz 57 in die deutschen Charts eingestiegen!
Die Charts hatten in den 80ern noch eine große Bedeutung…das waren tatsächliche Verkäufe!
Franzi hatte mittlerweile einige große Fernseh-Auftritte im legendären Dirndl Outfit!
„Hohe Berge" wurde tatsächlich Top Ten und verkaufte sich annähernd 200tsd. Mal und wurde auf allen möglichen NDW Samplern millionenfach verkauft.
Als zweite Single wurde der Song „Traumboy" ausgekoppelt und stieg bis Platz vierzig in den Charts.
Mit dem Song hatte Franzi einige, bundesweit heiß diskutierte, Auftritte in einem Brautkleid…u.a. in der legendären ZDF Hitparade!
So richtig gab es nun keine weitere Single aus dem Album mehr. Ein neuer Song musste her.
Ich klimperte auf meiner Gitarre, inspiriert u.a. von den Altered Images Gitarren Sounds, und komponierte die Musik zu dem Titel, der später „Tretboot in Seenot" heißen sollte…
Franzi schrieb den Text dazu und wir hatten einen weiteren Chart-Erfolg.
Einige große TV Auftritte folgten und der Song ging in die Top Zwanzig.
Nachträglich wurde das „Tretboot in Seenot" noch in das Start Album eingebaut, um den Verkauf zu fördern…